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Strassenstrich Cheb

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Ziel der Aktion sei es, die Sexarbeiterinnen von den Orten zu verdrängen, an denen sie überwiegend ihre Dienste anbieten.

Lidia
Alter: 24

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Ob sie die Vergewaltigung angezeigt hat, will Mrazkova wissen, als Svoboda etwas ruhiger wirkt. Dort steht ein junger Mann mit tief in die Stirn gezogener Kapuze hinter einer Säule und beobachtet die Szene. An dieser Stelle nicken die beiden Streetworker Markus Bauer und seine tschechische Kollegin Anna Mrazkova. Ihr wasserstoffblondes Haar hat sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Das Gespräch ist schon fast eine Art Ritual zwischen ihnen, erklärt er später. So ist es mir am liebsten.

Wer hatte sex mit roza?

Ihre Stimme ist jetzt immer noch freundschaftlich, aber auch ernst. An einer Tankstelle stehen zwei leicht bekleidete Frauen. Prostitution wird in Tschechien nicht geahndet, aber die Städte dürfen Sperrbezirke erlassen, in denen keine Huren anschaffen dürfen. Mrazkova steigt aus. Dann seufzt sie. Der Verein setzt sich gegen Zwangsprostitution, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern ein und ist von Spenden abhängig.

Prostitution an der grenze - elendsstrich in tschechien

Oft haben sie auch gar keine Eltern und wachsen im Heim auf, sagt die Expertin. Weil die Prostitution sowie der Menschenhandel in vielen EU-Ländern zunimmt, wird das sogenannte nordische Modell immer häufiger diskutiert.

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Svoboda zuckt mit den Schultern, dann steht sie auf und geht zu dem Mann. Sein Blick ist starr auf die beiden Frauen gerichtet. In Chomutov erstreckt sich die Sperrzone über die gesamte Stadt. Bauer bleibt hart.

Streetworkerin Mrazkova hat sie gerade gefragt, wie sie Hure geworden ist. Der Mann läuft inzwischen hektisch auf und ab. Er starrt die Frau an, die nervös an Pommes Nummer zwei herumkaut.

Sie schüttelt den Kopf. Nach ihrem Handelsmanagement-Studium habe sie keinen Job gefunden. Oder werden von ihren Zuhältern dorthin gebracht. Die Streetworkerin fragt, ob ihr Freund nicht auch will, dass sie ihre Sucht besiegt.

Die junge Frau berichtet, dass die Stadt sie zu einer hohen Geldstrafe verurteilt hat.

Auch sie fragt nach Geld, Bauer lädt sie lieber zum Essen ein. Deshalb können sie laut Mrazkova kein Selbstwertgefühl entwickeln und geraten leicht in die Abhängigkeit eines Zuhälters.

Die geisterfrauen von teplice

Manchmal geht es ganz schnell: rein, raus und weg. Die meisten Huren erleben laut Mrazkova eine desaströse Kindheit: Sie werden missbraucht, geschlagen oder beides. Der Grund: Genau wie in den bayerischen Städten dürfen die Bürgermeister in Tschechien Sperrbezirke einrichten.

Ein anderes Mal habe sie nicht gewollt, aber der Freier habe trotzdem weitergemacht. Mrazkova kennt keine, die sich eine dicke Rente angespart hat.

Straßenstrich: sieh mich an!

Sie will sich nur etwas dazuverdienen — den Job macht sie freiwillig. Er hält es für unwahrscheinlich, dass die Frau tatsächlich mitkommen wird. Ihre Schultern hängen schlaff herunter, ihr Blick wirkt, als wäre sie gar nicht da.

Ob diese Spaltung ihres Selbst ohne Folgen geblieben ist? In Teplice fragt eine kleine Frau mit schwarzen Locken nach der Visitenkarte des Vereins Karo. Irgendwann sei sie dann mitgegangen. Das funktioniere ganz gut, sagt sie, so lange die Männer sie nicht berühren oder — ihr Gesicht verzieht sich vor Ekel — küssen. Etwa acht von zehn Freiern sind laut Bauer Deutsche, die oft nur für Sexdienste nach Tschechien kommen. Die deutschen Politiker wollen momentan aber noch nicht so weit gehen.

Sie sieht so dünn aus, dass man Angst hat, sie könnte verschwinden, sollte man sie zu lange ansehen.

Je öfter die Frauen von einer Stadt zur nächsten wechseln, je weniger sie reden, desto eher sind sie laut Bauer Opfer des Menschenhandels. Sie will mit in das Schutzhaus in Deutschland kommen — in vier Tagen. Strassenstrich cheb sieht anders aus. Hinter einem Fenster in Chomutov entdeckt Bauer eine Klientin — so nennen die beiden die Frauen, mit denen sie schon in Kontakt sind. Danach soll der Freier bestraft werden, wenn er Sexdienste kaufen will, nicht aber die Prostituierte. Die zweite Frau blickt weg, sobald die Streetworkerin sie anspricht. Deshalb erklärt er allen neuen Streetworkern zunächst, wie man auch mal mit den Frauen lachen kann.

Einige Frauen schaffen es mit der Hilfe des Vereins, in ein geregeltes Leben zu finden: mit Arbeit, einer Wohnung und vielleicht einer Familie. Wozu, sagt ihr Blick. Eigentlich ist sie glücklich mit ihrem Freund, der bei der Feuerwehr arbeitet.

Das ist reine Willkür. Die ersten Strähnen haben sich schon gelöst und fallen über ihr pinkes Tanktop. Je länger das Gespräch zwischen Mrazkova und den Frauen dauert, desto nervöser wird er. Während sie an einer Pommes knabbert, erzählt sie von ihren sechs Kindern, zwei hat sie abgetrieben, und von den Freiern.

Sie gehören zu der gemeinnützigen Hilfsorganisation Karo. Zwischen zwei Lkw bewegt sich eine Frau mit ihrem dicken Bauch mühsam zum nächsten Freier. An einem Kreisel in Teplice hat sie seit dem Morgen fremden Männern Sexdienste angeboten.

Auf dem Straßenstrich Kurfürstenstraße 12.0

Hierzulande wird unter anderem über schärfere Kontrollen in den Bordellen und eine Anhebung der Altersgrenze diskutiert.